Als Segelregatta mit großem Spaßfaktor begeistert der HANSE CUP seit 1998 jedes Jahr Anfang September zahlreiche Eigner und Charterer von Hanse-Yachten.


11. Hanse Cup 2008 -die perfekte Gaumen- und Segelfreude

Nachdem in den letzten beiden Jahren der Hanse Cup durch Starkwind und Sturm gezeichnet war, hat es in diesem Jahr mit dem Segelwetter geklappt. An allen vier Tagen Winde um 3 bis 4 Bft, das sind die perfekten Bedingungen für Hanse-Yachten. Dazu noch reichlich Sonne und Temperaturen um 20 °C - ein schöner Spätsommer, wenn denn der Sommer stattgefunden hätte.

Diese super Bedingungen haben 61 Hanse-Yachten genutzt um sich bei vier Wettfahrten vom 6. bis 9. September zu messen. Insgesamt wurden auf der Strecke Greifswald-Saßnitz-Lauterbach-Stralsund-Greifswald 120 sm gesegelt. Als der Konvoi von Segelyachten und Begleitschiffen am 6. September von Greifswald zur Regatta auslief, hat die Klappbrücke in Wieck sicher die längste Brückenöffnung aller Zeiten erlebt.

Gestartet wurde in den fünf Klassen:
Hanse 291/292/300/301/311/312/315/320
Hanse 331/341/342
Hanse 370/371
Hanse 400/401/411
Hanse 430/461/470.

Mit 14 Yachten bildete die Gruppe der 40-Füßer das größte Starterfeld. Aber auch im Feld der ganz Großen sind beachtliche 9 Yachten angetreten.

Neben den Tageswertungen für jede Gruppe gab es in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Gesamtwertung je Gruppe nach dem Low-Point-System und Yardstickzeit. So wurden bei der Siegerehrung am 9. September für die Erst-, Zweit und Drittplatzierten jeder Gruppe zur großen Freude der Teilnehmer 15 Pokale verteilt. Den Pokal als Gruppensieger konnten die glücklichen Skipper der Segelyachten Marionett (301), Charline (331), Champus (370), Harmonie (400) und Apple Pie (470) in Empfang nehmen.

Da der Yardstickwert sicher nur sehr bedingt geeignet ist, um in einer Gesamtwertung alle teilnehmenden Yachten von 29 bis 47-Fuß miteinander zu vergleichen, ist die Einführung der Gesamtwertung je Gruppe eine Entscheidung der Veranstalter, die bei allen Teilnehmern auf ungeteilte Zustimmung stößt.

Den Pokal für die schnellste Charteryacht nach berechneter Zeit hat die S.Y. Harmonie gewonnen, die übrigens mit ihrem Gruppensieg eindrucksvoll demonstrierte, dass auch Charterschiffe schnell segeln können.

Den Wanderpokal des Oberbürgermeisters der Hansestadt Greifswald für die schnellste Segelyacht konnte praktisch nur eine der drei Hanse 470 mit schwarzen Segeln gewinnen. Obwohl als letzte gestartet, lagen sie bei jeder Wettfahrt stets bald weit vor dem Regattafeld. Es war faszinierend, welche Geschwindigkeit und Höhe diese Yachten liefen. Bei der Siegerehrung erhielt die S.Y. Leander (Hanse 470) den Pokal. Dagegen hat die S.Y. Apple Pie (Hanse 470) zwischenzeitlich Protest eingelegt, da ihre gesegelte Zeit gegenüber Leander um fast 15 Minuten kürzer ist.

Den Wanderpokal der HanseYachts AG für die punktbeste Yacht nach berechneter Zeit hat die S.Y. Champus (Hanse 370) aus Greifswald gewonnen. Auch Champus segelte stets eindrucksvoll mit meilenweitem Abstand vor dem Regattafeld. Dabei war aber auch deutlich erkennbar, dass Champus nicht mit Selbstwendefock, sondern mit überlappender Genua unterwegs war. Zweifellos besteht die Crew der S.Y. Champus aus hervorragenden Seglern, aber wie soll da eine Hanse 371 mit Selbstwendefock jemals mithalten können? Auch der Unterschied von einem Yardstickpunkt kann hier keine Gerechtigkeit bringen.

Leider scheint es trendy zu sein, dass immer mehr Yachten mit einer überlappenden Genua an den Start gehen, obwohl sie über Selbstwendevorrichtung und Selbstwendefock verfügen. Für einen Yardstickpunkt weniger mit einer überlappenden Genua fahren zu dürfen ist natürlich schon fast die halbe Miete zum Sieg. Gerade bei weniger Wind und raumen Kursen kann eine gute überlappende Genua wahre Wunder bewirken.

Ein Markenzeichen der Hanse-Yachten ist die tadellos funktionierende Selbstwendefock, die daraus resultierende Einhandtauglichkeit und das hohe Geschwindigkeitspotenzial mit Standardbesegelung. Dieses Markenzeichen sollte beim Hanse Cup wieder mehr beachtet werden. Vielleicht sollten künftig alle Segelyachten ohne Selbstwendefock nur außer Konkurrenz mitsegeln oder nur für den Wanderpokal des Oberbürgermeisters für die schnellste Segelyacht gewertet werden.

Der 11. Hanse Cup hat noch eine weitere Tendenz erkennen lassen: es wird mehr gefightet und ruppiger gesegelt, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Das ist für eine Segelregatta zunächst nichts außergewöhnliches. Beim Hanse Cup treten aber Crews mit sehr unterschiedlichem Trainings- und Erfahrungsstand an - und das ist so gewollt. Letztlich wird auch nicht mit Rennziegen, sondern mit Fahrtenyachten gesegelt. Und die Ursprungsidee des Hanse Cup stammt keineswegs aus dem Hochleistungssegeln. Dafür waren Schäden und Beschimpfungen in diesem Jahr doch ein wenig zu viel.

Nicht ganz kritiklos darf das Einlaufen unseres Teilnehmerfeldes in den Stadthafen Stralsund hingenommen werden. Beim Kampf um den besten Liegeplatz hatten wohl einige das Wort Seemannschaft verdrängt. Für das angerichtete Wellenchaos bleibt nur, uns zu entschuldigen.

Alle Abendveranstaltungen waren wieder ein wahres Vergnügen für den Gaumen. Einen Höhepunkt bildete - wie jedes Jahr - das Büfett in Stralsund. Hierfür gilt der herzliche Dank aller Teilnehmer den Organisatoren und Sponsoren - ebenso wie für die zahlreichen wertvollen Sachpreise, die bei den Abendveranstaltungen und bei der Abschlusssiegerehrung vergeben wurden.

Karsten Baas als Cheforganisator sowie Mirko Kapka und Falk von Detten als Wettfahrtleiter haben wieder ein wahres Meisterstück abgeliefert. Ihnen und ihren fleißigen Helfern, ohne die eine so große Veranstaltung überhaupt nicht möglich wäre, danken wir ganz herzlich.

Wir freuen uns schon auf den 12. Hanse Cup und geloben Besserung.


10. Hanse Cup 2007 - 31. August bis 04. September 2007  
 
 
   

Mit 61 gemeldeten und 59 gestarteten Yachten war der Hanse Cup 2007 wieder ein Segelerlebnis der Superlative. Das größte Starterfeld bildete dei Gruppe der 37 Fuß-Yachten mit insgesamt 18 Hanse 371 und 370. Aber sehenswert war auch erstmalig das Feld der Größten... sechs Hanse der Typen 430, 461 und 470 nahmen teil. Gestartet wurde diesemal in fünf Gruppen: Gruppe 1 Hanse 291 bis 315, Gruppe 2 Hanse 331 bis 342, Gruppe 3 Hanse 370 und 371, Gruppe 4 Hanse 400, 401 und 411, Gruppe 5 Hanse 430, 461 und 470. Wegen des angekündigten Starkwindes hatte die Wettfahrtleitung noch am Freitag früh entschieden, den Kurs in diesem Jahr nicht rund Rügen zu wählen, sondern am Sonntag von Saßnitz zurück in den Bodden nach Lauterbach zu segeln. Am Montag ging es dann durch den Bodden und den Strelasund nach Stralsund - am Dienstag von dort zurück nach Greifswald. Dank dieser klugen Entscheidung hat es uns diesmal nicht eingeweht und alle Wettfahrten konnten planmäßig stattfinden, wenn auch zum Teil bei heftigem Wind.

Wir blicken zurück auf vier erlebnisreiche Segeltage, die entgegen den Wettervorhersagen sogar überwiegend Sonnenschein und Blauen Himmel zu bieten hatten. Als schnellste Yacht hat den Hanse Cup 2007 - wie bei diesem Wind nicht anders zu erwarten - eine Hanse 470 (Leander vom YCW) gewonnen. Nach berechneter Zeit lag die neue und leicht modifizierte Hanse 370 "Relax de lux" von Dietmar Wendel und Ronny Sielsky mit weitem Abstand vorn. Es folgen dann die Yachten Hanse 370 "Champus", Hanse 401 "Menkenke", Hanse 371 "Yellow Stripes", Hanse 371 "Summerwind" und Hanse 331 "Gannet", die bei insgesamt ca. 17 berechneten Segelstunden nur wenige Minuten auseinander liegen. Schnellste Charteryacht wurde die Hanse 401 "Scala". Alles war perfekt organisiert. Segeltage und Abendveranstaltungen waren wie immer tolle Erlebnisse. Ein dickes Lob gebührt den Organisatoren um Karsten Baas und Mirko Capka, die schon eine logistische Meisterleistung vollbringen mußten, um diese Regatta mit 300 Teilnehmern und mehr als 60 Schiffen (mit Begleitbooten) ständig im Griff zu haben. Diesen beiden Herren und ihren Frauen sowie natürlich auch den vielen fleißigen Helfern von Michael Einfeldt bis Anja Rose sagen wir ein ganz herzliches Dankeschön und wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Herzlichen Dank auch an alle Sponsoren.

Ergebnisse:

Gesamtergebnis nach gesegelter Zeit
Gesamtergebnis nach berechneter Zeit
Gesamtergebnis nach Punkten
Tageswertungen am 01.09.2007
Tageswertungen am 02.09.2007
Tageswertungen am 03.09.2007
Känguruhwertung der Wettfahrt am 04.09.2007
Zur Info: Tageswertungen am 04.09.2007 nach berechneter Zeit

     
Michael Einfeldt hat auch in diesem Jahr Schlauchboot und Digitalkamera viel bewegt. Die komplette CD mit allen Fotos kann auf seiner Internetseite (http://www.yachtelektronik-usw.de) angsehen und angefordert werden. Hier finden Sie lediglich eine kleine Auswahl, um auf den Geschmack zu kommen.
   
 
   
     

Über Pokale und Preise  
Bei so vielen Pokalen und Preisen blickt manchmal sogar die Wettfahrtleitung nicht mehr durch, welcher Pokal wofür vergeben wird - so geschehn beim 6. HANSE CUP 2003. Deshalb soll hier nochmals die Pokalgeschichte der vergangenen Jahre berichtet werden. Den Auftakt bildet der Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Greifswald, der als Wanderpokal ausgeschrieben ist und beim erten HANSE CUP 1998 zum ersten Mal ausgesegelt wurde.
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Taufe der HANSE 531
Am 13.09.2003 fand in Greifswald-Wieck die Taufe der neuen HANSE 531 statt. Die HANSE 531 ist die größte jemals in Deutschland gebaute Serienyacht. Wir gratulieren Michael Schmidt und seiner Mannschaft zu diesem großen Erfolg. Der erste optische Eindruck von innen und außen war einfach überwältigend... ein tolles Schiff, aber ob es bei dieser Größe auch am HANSE CUP Rügen Rund teilnehmen kann? Wir sind sehr gespannt.
Am 13. und 14.09.2003 bestand für Interessenten auch Gelegenheit zum Probesegeln mit den anderen Yachten des Yachtzentrums Greifswald. Gesegelt wurde unter anderem auch mit den Yachten HANSE 411 "Tom's Kahn" und HANSE 371 "Yellow Stripes", die beide erfolgreich am HANSE CUP 2003 teilnahmen. Vielleicht ist noch etwas HANSE CUP - Flair auf die Mitsegler übergeschwappt, so dass sich die HANSE CUP-Gemeinde im nächsten Jahr um ein paar neue Eigner erweitert. 
 

Aufnahmen von Seefotograf Peter Neumann
Aufnahmen des bekannten Hamburger Seefotografen Peter Neumann, der den 6. HANSE CUP 2003 begleitete, finden Sie in unserer Schatzkiste. Bestellungen können direkt bei YPS-Hamburg abgegeben werden. ...mehr

Diese Website ist eine Initiative von Teilnehmern des Cups und Freunden der Hanse Yachten. Der Cup hat sich mittlerweile für Hanse-Segler zu einem unwiderstehlichen Höhepunkt der Segelsaison entwickelt, so daß ihm unserer Meinung nach eine eigene Internetpräsentation gebührt.
 
   
Anfragen bitte an:
info@hansecup.org
 
   
 
 
 

 

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  15. Juli 2006  
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