Bei
so vielen Pokalen und Preisen blickt manchmal sogar
die Wettfahrtleitung nicht mehr durch, welcher Pokal
wofür vergeben wird - so geschehn beim 6. HANSE
CUP 2003. Deshalb soll hier nochmals die Pokalgeschichte
der vergangenen 6 Jahre berichtet werden.
Den
Auftakt der Pokalgeschichte
bildet der Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt
Greifswald, der als Wanderpokal ausgeschrieben ist und
beim erten HANSE CUP 1998 zum ersten Mal ausgesegelt
wurde. Den Pokal des Oberbürgermeisters bekommt
die Siegeryacht über alle vier Wettfahrten. Nun
ging es beim ersten HANSE CUP noch nicht ganz so professionell
zu und aufgrund des schwierigen Wetters waren auch die
Ergebnisse etwas chaotisch. Die vier Wettfahrten waren
einfach zu unterschiedlich, als dass sie nach dem Bonus-Punktesystem
hätten gewertet werden können. Die Regattaleitung
hat deshalb vorgeschlagen, das Gesamtergebnis als Summe
der berechneten Zeiten zu werten. Im Jahr 1998 wurde
deshalb der Pokal des Oberbürgermeisters an die
beste Yacht nach berechneter Zeit vergeben. Im übrigen
wurde der Pokal damals auch tatsächlich noch vom
Oberbürgermeister überreicht.
Auch
im Jahr 1999 wurde noch so verfahren, wie beim ersten
HANSE CUP. Im Jahr 2000 wurde der Pokal des Oberbürgermeisters
dann zum ersten Mal nach dem Bonus-Punktesystem ausgesegelt.
Zusätzlich stiftete Lüder Meyer einen Wanderpokal
für die schnellste Charteryacht. Dieser Wanderpokal
wird seit 2000 unter den Charteryachten nach der schnellsten
berechneten Zeit über alle vier Wettfahrten ausgetragen.
Natürlich gibt es diesen Pokal nicht nur für
die Charterschiffe der Flotte von Lüder Meyer,
auch wenn er bis 2002 stets an ein solches Schiff
vergeben wurde. Spätestens beim 6. HANSE CUP
haben wir gelernt, dass es auch andere schnelle Charterschiffe
gibt. Bis zur Preisverleihung war dieser Lernprozess
aber leider noch nicht ganz beendet, so dass der Pokal
an die beste Yacht der Greifswalder Flotte übergeben
wurde. Tatsächlicher Sieger war aber die HANSE
411 "Blue Heaven" von Hansecharter Stralsund.
Die
Verleihung des Pokals des Oberbürgermeisters
nach dem Bonus-Punktesystem führte im Jahr 2000
zu einem besonderen Härtefall. Die Segelyacht
HANSE 291 "Dino" war nach berechneter Zeit
deutlich besser, als die Siegeryacht nach dem Bonus-Punktesystem.
Um künftig solche Härtefälle zu vermeiden,
hat das Yachtzentrum Greifswald daraufhin den Wanderpokal
für die Yacht mit schnellster berechneter Zeit
gestiftet. Für das Jahr 2000 hat "Dino"
diesen Pokal nachträglich zuerkannt bekommen.
Seither
wird um diese drei Pokale in der Gesamtwertung gesegelt.
Unabhängig davon finden innerhalb der Gruppen
Tageswertungen nach berechnter Zeit statt. Vergeben
werden kleine Minipokale, die als Zinnbecher für
allerlei gutes Getränk bestens geeignet sind.
Die Einteilung der Gruppen variierte in den ersten
Jahren der HANSE CUP-Geschichte. In den letzten Jahren
gab es stets zwei Gruppen:
die
Gruppe der "Kleinen": HANSE 291, 301, 311
und
die Gruppe der "Großen": HANSE 331,
341, 371, 401, 411.
Seit
dem Jahr 2003 gibt es einen weiteren Wanderpokal, der
vom Eigner der HANSE 371 "Saphir" gestiftet
wurde. Die "Saphir" segelt mit kleinster Crew
und dabei noch überragend gut. Anliegen des Stifters
ist es, die Leistungen der kleinen Crews besonders anzuerkennen.
Der Pokal wird nach gesegelter Zeit und einem speziellen
Punktesystem vergeben, das auch die Crewstärke
berücksichtigt.
Neben
diesen "ernsthaften" Preisen und Pokalen gibt
es jedes Jahr zahlreiche Sachpreise, die an die "traurigsten"
Crews und für sonstige Auffälligkeiten vergeben
werden.